Die humane Katastrophe in Syrien

In Ländern, in denen Kriege wüten, herrscht häufig auch bitterste Armut. Die humane Katastrophe in Syrien ist nicht nur auf die kriegerischen Auseinandersetzungen begrenzt, sondern erreicht durch die bittere Armut vor allem auch die Kleinsten. Viele Kinder sterben auf Grund der fehlenden ärztlichen Versorgung und weil sie einfach verhungern müssen. Auch deshalb kann es keine gute Lösung sein, am Krieg in Syrien teilzunehmen und die Kinderarmut weiter vorranzutreiben.

Mehr als jeder Zweite in Syrien ist von der Armut betroffen

In Syrien ist Kinderarmut großDurch den bereits mehrere Jahre andauernden Krieg in fast allen Teilen des Landes ist Syrien zu einer wahren Hölle der Armut geworden. Viele Häuser sind zerstört, die Infrastruktur bricht zusammen und die Nahrungsvorräte werden knapp. Zahlreiche Menschen können sich nicht mehr ernähren und nagen am letzten Hungertuch. Trotz der Tatsache, dass sich die Lebensbedingungen im Land laut den UN-Berichten immer weiter verschlechtern, tut der Sicherheitsrat viel zu wenig. Mittlerweile ist die Arbeitslosenquote auf über 50 Prozent gestiegen und in den nächsten Monaten, vermutlich sogar Jahren, wird es so schnell keine Besserung geben können. Durch den Krieg sind insgesamt bereits mehrere Hunderttausend Menschen gestorben und mehrere Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die dort gebliebenen Syrer kämpfen weiter um ihr Überleben – gegen die Bomben, gegen die Kinderarmut und gegen den Hunger.

Die Kindersterblichkeit steigt an

Wenn es in einem Land Krieg gibt, dann kommt die Kinderarmut sehr schnell. Die ersten Opfer der Armut sind immer die Kleinsten, denn sie brauchen spezielle Nahrung, eine gute Gesundheitsvorsorge und sind körperlich leider die schwächsten in der gesamten Bevölkerung. In den letzten fünf Jahren lag die Kindersterblichkeit in Syrien konstant zwischen 14 und 17 Promille. Im Jahr 2014 starben laut offiziellen Zahlen pro 1.000 Lebengeburten 15,79 Säuglinge im Alter von unter einem Jahr. Dieser Wert liegt im Durchschnitt und ist weder ein besonders guter, noch ein besonders schlechter, doch da sich die Situation im Jahr 2015 drastisch verschlechtert hat, ist leider davon auszugehen, dass die Kindersterblichkeit weiter ansteigen wird.

Der Bürgerkrieg zieht nach wie vor durch das Land

Wirtschaftsflüchtlinge fliehen auch zurecht

Ein besonders perfides Argument der rechten Szene im Bezug auf die ankommenden Flüchtlinge ist die Behauptung, dass es sich dabei größtenteils um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Ganz davon abgesehen, dass Flüchtlinge aus Syrien in erster Linie vor Krieg fliehen, ist es auch das gute Recht eines Menschen vor Armut zu fliehen. Es ist pervers und anmaßend, einfach anzunehmen, man selbst würde mit seinen Kindern in einem Land bleiben wollen, wo man sich nicht mehr ärztlich versorgen und sich kein Essen mehr kaufen kann.

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